Science Show auf der Landesgartenschau in Eutin

Seit 2011 gibt es an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel das Format der Science Show, das inzwischen zum festen Bestandteil der Öffentlichkeitsarbeit der CAU gehört. Das Konzept dieser Veranstaltung ist  ganz einfach: Einerseits soll einem breiten Publikum präsentiert werden, worüber junge Nachwuchswissenschaftler an der Christian-Albrechts-Universität derzeit forschen. Zum anderen sollen wir als akademischer Nachwuchs nicht nur einen souveränen Umgang bei Präsentationen entwickeln, sondern im Rahmen eines mehrwöchigen Coachings auch erlernen, wie man ein komplexes Thema kurz (in rund 10 Minuten), klar und unterhaltsam seinem Publikum vermittelt – was dann wiederum für die eigene wissenschaftliche Arbeit (bspw. auf Konferenzen) von Nutzen ist.

Bislang haben die Veranstaltungen der Science Show zumeist im Umfeld der CAU stattgefunden, so alljährlich bei der Kieler Uni Live im Rahmen der Kieler Woche oder auch bei der jedes Jahr im November stattfindenden Night of the Profs, wo ich bereits im vergangenen Jahr erste Erfahrungen machen konnte. Zukünftig soll die Science Show verstärkt die „Komfortzone Universität“ verlassen und unter anderem auch an Schulen stattfinden. Ein erster Feldversuch in diese Richtung fand vergangene Woche auf der Landesgartenschau in Eutin statt. Getreu dem Umfeld machte ich die Zuhörer darauf aufmerksam, warum sich auch in ihrem Garten eine Burg verstecken könne (solche Fälle gibt es tatsächlich), und stellte bei der Gelegenheit mein Forschungsprojekt vor. Aber ich war nicht alleine da, und so klärte Philipp Segler (Studierender der Biologie) über die Folgen und Auswirkungen von Laubbläsern auf den heimischen Garten auf, während Claudia Bartlick (Studierende der Biologie) über Überlebensstrategien von Pflanzen informierte. Zum Abschluss sprach Dr. Ricardo Fernandes (Physiker und Archäologe, Leibniz-Labor für Altersbestimmung und Isotopenforschung) dann darüber, ob und warum wir altern, wenn wir Fisch essen.

Auch wenn das Umfeld natürlich kleiner war als bei Großveranstaltungen wie der Night of the Profs, wo ich mein Projekt vor rund 200 Personen vorstellen durfte, war es wieder eine wertvolle Erfahrung mit hilfreichem Feedback, so dass ich auch weiterhin diesem Konzept treu bleiben und meine Arbeit in diesem Rahmen präsentieren werde. Und dazu wird es noch 2x in diesem Jahr die Gelegenheit geben!

(Foto: Marika Fiedler)